WAZ NewMedia GmbH & Co. KG . - Jan 01, 2011 -

 „Jam Connection“
Es ging die Post ab bei der „Jam Connection“. Verschiedene, erstklassige Akteure voller Spielfreude, die von der ersten Sekunde an das Publikum in ihren Bann zogen. Der musikalische Funke sprang schnell über! Es krachte deshalb im neuen Jahr in den

 

"heiligen Hallen" der Katakombe gewaltig. Mit kraftvollem Rock wussten sie, die Artisten um Lukas Dylong, auf ihren Instrumenten zu begeistern! Auch wenn mit Sven Fischer und Andreas Paweletz zwei "Lokalmatadore" fehlten. "Sie liegen beide mit 78° Fieber im Bett", scherzte der Frontmann und Cheforganisator der Jam Connection. "Wir schicken euch von hier aus gute Besserung." Lieder standen ihren "Originalen" in Nichts nach Auch die Musiker zollten somit den derzeitigen Witterungsbedingungen Tribut. Das tat der grandiosen Stimmung allerdings keinen Abbruch. Wer hatte eigentlich mehr Spaß? "Die da oben auf der Bühne" oder die, die sich als Zuschauer oder Zuhörer wähnten. Sie tanzten und rockten, jammten und sangen, gaben sich ganz dem Geschehen auf der Bühne hin. Dort wurden abgefahrene Versionen bekannter Songs aus Rock, Pop und Soul von Interpreten geboten, die ihren "Originalen" in Nichts nachstanden. Alleine schon der erste Song. Mit "Light my fire"

("The Doors") traf Andy Schade den Nerv der Zuschauer. Und so ging es weiter. Song für Song. Lieder, die schon eine etwas ältere Generation in Ekstase versetzten, wie "Satisfaction" von den Rolling Stones. Am Samstag allerdings von einem Gitarristen interpretiert und gesungen, an dem die Stones ihre helle Freude gehabt hätten. Unübertrefflich der aus New York stammende Tate Simms, der in Art und Weise stark an Jimmy Hendrix erinnerte.

Überhaupt: Alle Interpreten waren einfach nur klasse. Kein Wunder, spielen sie doch allesamt in bekannten Bands. Den Kern bildeten Michael Meier (Drums), John Desilva (Bass) und Frontmann Lukas Dylong. Sängerinnen ein wahrer Augen- und Ohrenschmauß Bei "Junge" von den Ärzten, tobte die Menge und sang lauthals mit Chris Vaga und Lucas Dylong mit. Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus die drei Frauen: Silke Schmiemann, Bea Blankenhaus und Sabine Roodus, Sängerinnen bei "Proud Mary" und "We are family". Das Haus tobte wie auch bei Tate Simms Interpretation von "Purple rain". In bester, Manier begeisterte er mit diesem Song aus dem Jahr 1984! Deshalb ließen die Zuschauer die Mädels und Jungs auf der Bühne nach drei Stunden schweißtreibender "Arbeit" nicht einfach ziehen. "Zugabe, Zugabe" wurde lauthals intoniert. Und diese ließen sich nicht lumpen. Feierabend war nicht. Erst nachdem "Lamamba" aus dem Jahr 1963 verklungen war. Uli Ohm, Hohenlimburgs "Kulturpapst", der als besonnener Mann gilt, war selbst aus dem "Häuschen" und bot den Akteuren einen weiteren Auftritt im September an. Heinz Werner Schroth